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PPFD bei Cannabis – Die wichtigste Lichtkennzahl für maximalen Ertrag

Einleitung: Warum PPFD über deinen Cannabis-Ertrag entscheidet

Viele Cannabis-Anbauer vergleichen Grow-Lampen noch immer nach Watt oder Lumen. Das Problem: Diese Werte sagen nichts darüber aus, wie viel nutzbares Licht deine Pflanzen tatsächlich erreicht. Entscheidend ist allein die PPFD (Photosynthetic Photon Flux Density).

PPFD bestimmt:

  • Wachstumsgeschwindigkeit
  • Internodienabstand
  • Blütenmasse & Harzproduktion
  • Energieeffizienz deines Grows

Wer PPFD versteht und korrekt einsetzt, holt mehr Ertrag bei gleichem Stromverbrauch – oder spart Energie bei gleichem Ertrag.

Was ist PPFD?

Die photosynthetische Photonenflussdichte (PPFD) gibt an, wie viele photosynthetisch nutzbare Lichtteilchen (Photonen) pro Sekunde auf einen Quadratmeter Pflanzenoberfläche treffen.

Einheit: μmol/m²/s
Messpunkt: direkt am Blätterdach

👉 Kurz gesagt: PPFD zeigt, wie viel Licht Cannabis wirklich nutzen kann.

Im Gegensatz zu Lux oder Lumen basiert PPFD nicht auf menschlicher Wahrnehmung, sondern auf der Biologie der Photosynthese.

Warum Cannabis PPFD benötigt – Physiologie kurz erklärt

Photosynthese ist ein quantenphysikalischer Prozess. Jedes absorbierte Photon löst eine chemische Reaktion in den Chloroplasten aus. Für Cannabis zählt daher:

  • Anzahl der Photonen, nicht deren Energie
  • Blaues und rotes Licht sind gleichwertig

Genau hier liegt der Vorteil von PPFD: Alle PAR-Photonen (400–700 nm) werden gleich gewichtet. Das macht PPFD zur präzisesten Kennzahl für Cannabis-Grows.

PPFD, PPF und PAR – das musst du beim Lampenkauf wissen

PAR – Photosynthetisch aktive Strahlung

PAR bezeichnet den nutzbaren Lichtbereich von 400–700 nm. PAR ist kein Messwert, sondern eine Definition.

PPF – Photosynthetischer Photonenfluss

PPF beschreibt die Gesamtmenge an PAR-Photonen, die eine Lampe pro Sekunde abstrahlt.

  • Einheit: μmol/s
  • Aussage: Effizienz der Lampe

PPFD – Licht an der Pflanze

PPFD beschreibt, wie viele dieser Photonen tatsächlich auf deinem Cannabis-Canopy ankommen.

Merksatz:

Hoher PPF ≠ hohe PPFD. Entscheidend ist das Licht am Blatt.

Optimale PPFD-Werte für Cannabis

Keimlinge & Stecklinge

  • 100–300 μmol/m²/s
  • Verhindert Stress und Verbrennungen
  • Fördert gesunde Wurzelentwicklung

Vegetative Phase

  • 400–600 μmol/m²/s
  • Kompakter Wuchs
  • Starke Seitentriebe

Blütephase (entscheidend für Ertrag)

  • 600–1000 μmol/m²/s
  • Maximale Blüten- und Harzbildung

Profi-Tipp: Ab ~1000 μmol/m²/s ist eine CO₂-Anreicherung nahezu Pflicht, sonst verpufft der Effekt.

Ist mehr PPFD bei Cannabis immer besser?

Nein. Cannabis besitzt einen Lichtsättigungspunkt. Oberhalb dieses Wertes:

  • steigt die Photosynthese nicht weiter
  • nimmt der Stress zu (Photoinhibition)
  • drohen Bleaching & Ertragseinbußen

Mehr PPFD lohnt sich nur, wenn:

  • CO₂ verfügbar ist
  • Temperatur & VPD stimmen
  • die Pflanze genetisch leistungsfähig ist

PPFD messen – so geht’s richtig im Cannabis-Grow

Warum Luxmeter ungeeignet sind

Luxmeter messen Licht für das menschliche Auge – Cannabis „sieht“ völlig anders.

Richtige Messung mit PAR-Meter

  • Quantensensor / PAR-Meter verwenden
  • Messung auf Höhe des Blätterdachs
  • Mehrere Messpunkte (PPFD-Mapping)

👉 Ziel ist gleichmäßige PPFD, nicht nur ein hoher Spitzenwert.

Lampenabstand, Abstrahlwinkel & PPFD

Abstandsgesetz (vereinfacht)

  • Doppelter Abstand → nur 25 % PPFD
  • Halber Abstand → 4× PPFD

LED-Growlampen

  • Geringer Abstand = hohe Spitzenwerte
  • Größerer Abstand = bessere Gleichmäßigkeit

Faustregel: Gleichmäßiges Canopy schlägt maximale Peak-PPFD.

PPFD und DLI – Cannabis effizient beleuchten

PPFD ist eine Momentaufnahme. Entscheidend ist die tägliche Lichtmenge – das Daily Light Integral (DLI).

Formel: DLI = PPFD × Lichtstunden × 3600 / 1.000.000

Beispiel Blüte:

  • 800 μmol/m²/s
  • 12 Stunden Licht
  • ≈ 34,6 mol/m²/Tag

Optimaler DLI-Bereich für Cannabis (Blüte): 30–45 mol/m²/Tag.

Zukunft: ePAR, Far-Red & High-Performance-Grows

Moderne Cannabis-Grows nutzen zunehmend Far-Red (700–750 nm) zusätzlich zu PAR:

  • Erhöht Photosynthese-Effizienz (Emerson-Effekt)
  • Fördert Streckung & Blütenentwicklung

Zukünftig setzen High-End-Grows auf:

  • dynamische PPFD-Steuerung
  • DLI-Automatisierung
  • spektrale Anpassung je Phase

Fazit: PPFD ist der Schlüssel zu maximalem Cannabis-Ertrag

PPFD ist die wichtigste Kennzahl im professionellen Cannabis-Anbau. Für Online-Shop-Kunden ist sie der verlässlichste Vergleichswert, um Growlampen realistisch zu bewerten.

Wer beim Kauf auf PPFD achtet:

  • vermeidet Fehlkäufe
  • erreicht höhere Erträge pro Quadratmeter
  • spart langfristig Stromkosten

Kurz gesagt: Watt verkauft Lampen – PPFD verkauft Ertrag.

Kaufberatung: So findest du die richtige Growlampe nach PPFD

Diese Kaufberatung ist speziell auf Turbowuchs LED-Growlampen und die meistverkauften Zeltgrößen 70×70 cm, 120×60 cm und 90×90 cm abgestimmt.

1. Anbaufläche bestimmen (Turbowuchs-Empfehlungen)

Die benötigte PPFD hängt direkt von der beleuchteten Fläche ab. Für Cannabis in der Blüte gelten folgende praxisbewährte Richtwerte, die Turbowuchs bei der Lampenauslegung berücksichtigt:

  • 70×70 cm (0,49 m²)
    Ziel-PPFD: 700–900 μmol/m²/s
    Benötigter PPF: ca. 400–500 μmol/s
  • 120×60 cm (0,72 m²)
    Ziel-PPFD: 700–900 μmol/m²/s
    Benötigter PPF: ca. 550–650 μmol/s
  • 90×90 cm (0,81 m²)
    Ziel-PPFD: 700–1000 μmol/m²/s
    Benötigter PPF: ca. 650–750 μmol/s

👉 Turbowuchs-Lampen sind so ausgelegt, dass diese PPFD-Werte gleichmäßig über die gesamte Fläche erreicht werden – nicht nur im Zentrum.

2. Ziel-PPFD für Cannabis festlegen

Turbowuchs empfiehlt folgende PPFD-Bereiche:

  • Wachstum: 400–600 μmol/m²/s (gedimmt)
  • Blüte: 700–1000 μmol/m²/s

Alle Turbowuchs LED-Growlampen sind dimmbar, sodass die PPFD exakt an jede Phase angepasst werden kann.

3. Warum gleichmäßige PPFD bei Turbowuchs Priorität hat

Viele günstige Lampen erreichen hohe PPFD-Werte nur im Zentrum. Das führt zu:

  • ungleichmäßigen Buds
  • Lichtstress in der Mitte
  • schwache Randpflanzen

Turbowuchs setzt bewusst auf:

  • breite LED-Arrays
  • optimierte Abstrahlwinkel
  • flache PPFD-Maps

Ergebnis: Homogener Wuchs und gleichmäßige Blüten auf der gesamten Fläche.

4. Dimmer, Spektrum & Far-Red

Turbowuchs Growlampen kombinieren:

  • Vollspektrum (PAR 400–700 nm)
  • optionales Far-Red (700–750 nm)
  • hochwertige Treiber für stabile PPFD

So wird nicht nur die Photosynthese maximiert, sondern auch die Blütenentwicklung gezielt gesteuert.

2. Ziel-PPFD für Cannabis festlegen

  • Wachstum: 400–600 μmol/m²/s
  • Blüte: 600–1000 μmol/m²/s

Hochwertige LED-Growlampen liefern diese PPFD-Werte bei moderatem Abstand und hoher Effizienz (≥ 2,7 μmol/J).

3. Auf gleichmäßige PPFD-Verteilung achten

Achte beim Kauf auf:

  • PPFD-Maps des Herstellers
  • geringe Unterschiede zwischen Zentrum und Rand
  • geeignete Aufhänghöhe

Gleichmäßige PPFD = gleichmäßige Buds.

4. Dimmer & Spektrum berücksichtigen

Für Online-Shop-Kunden besonders wichtig:

  • Dimmer für Keimlinge & Wachstum
  • Vollspektrum + optional Far-Red
  • stabile Treiber & effiziente LEDs

Diese Features erlauben es, die PPFD exakt an jede Phase anzupassen.

Häufige Fragen zu PPFD & Growlampen (FAQ)

Welche PPFD sollte eine gute LED-Growlampe liefern?

Eine hochwertige LED-Growlampe sollte in der Blütephase mindestens 800 μmol/m²/s gleichmäßig über die Fläche liefern können.

Reicht eine hohe Wattzahl für guten Ertrag?

Nein. Watt beschreibt nur den Stromverbrauch. Entscheidend ist die PPFD an der Pflanze.

Kann ich mit einer Lampe Wachstum und Blüte abdecken?

Ja, wenn die Lampe dimmbar ist und ausreichend PPFD für die Blüte liefert.

Ist CO₂ bei hoher PPFD notwendig?

Ab etwa 1000 μmol/m²/s ist CO₂-Anreicherung sinnvoll, um Lichtstress zu vermeiden und Ertrag zu steigern.

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